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069 MatzeFFM Unterwegs: „Klamotten, Krams & Kotelett“ – Männerflohmarkt am ersten Mai

Was nur tun am Tag der Arbeit? Diese Frage stellte sich auch unserem Stadtreporter MatzeFFM. Da Steinewerfen, Bollerwagen-Tour und Familienbesuch bei Tante Irmgard als Unternehmungen für den Feiertag wenig Begeisterung bei ihm und Kumpel Michael auslösten, wurde in der Not eine Idee geboren: Ein Männer-Flohmarkt auf der Berger Straße.

– Samt angeschlossenem „Open Air“-Wohnzimmer mit Sofas, Grill und Bier. All das an prominenter Stelle, mitten auf der Berger Straße. Ob das wohl gutgehen kann? MatzeFFM einmal NICHT unterwegs – sondern einen Tag lang lümmelnd auf dem Sperrmüllsofa

Ein wenig verrückt erschien uns unsere Idee ja schon. Mein Kumpel Michael und ich beklagten uns vor kurzem erst darüber, dass wir Männer bei Flohmärkten stets benachteiligt werden. Fündig werden meist nur die Damen, denen wir Kerle dann meist lediglich die mit allerlei Klamotten und Frauen-Krams nach Hause tragen dürfen. So lag dann die Idee nahe, am Maifeiertag einen echten Männer-Flohmarkt zu organisieren. Samt Grillen, Biertrinken und Musik. Eben all dem, was das Männerherz begehrt.

Bekannt gemacht und beworben wurde unsere Idee dann über Facebook,  die wir als Veranstaltung in den einschlägigen Gruppen teilten. Prompt ernteten wir viel Begeisterung – aber auch Skepsis („ist das nicht verboten, was ihr da macht?“). Wie viele Leute wohl ihre Ankündigung wahr machen sollten, unseren Flohmarkt zu besuchen?

Um auch möglichst viel Laufkundschaft für den Männerflohmarkt zu gewinnen, sollte sich der Flohmarkt als „Open-Air-Wohnzimmer“ präsentieren, an dem jeder-MANN herzlich dazu eingeladen ist, einfach vorbeizuschauen und in netter Frankfurter Gesellschaft ein Bier mit uns zu trinken.
Und welcher Ort könnte sich dafür besser eignen als das Uhrtürmchen mitten auf der Berger Straße und unweit der U-Bahn-Station Bornheim Mitte?

Wie eine WG-Party unter freiem Himmel

Somit kommen wir uns dann auch reichlich rebellisch vor, als wir – noch etwas verschlafen – am Morgen des Feiertags das zuvor vom Sperrmüll gesicherte Sofa (viel zu schade zum Wegwerfen!) durch Bornheim tragen und anschließend samt Tischen, Stühlen, Grill und Kleiderständer für die von uns feilgebotenen Kleidungsstücke direkt vor dem bekannten Uhrtürmchen aufbauen. Einige Schilder werden eilig bemalt („Open Air-Wohnen statt Luxusmieten!“) und die Musikanlage nimmt ihren Betrieb auf. All das unter den ersten neugierigen Blicken der Passanten und Gäste der umliegenden Cafes – wir schließen die ersten Wetten ab, wann wohl Polizei oder Ordnungsamt unserem Treiben ein Ende setzen.

Erste Kundschaft lässt dann auch nicht lange auf sich warten. Es dauert nicht lange, bis das erste Kleidungsstück den Besitzer wechselt (1:0 für Michael!), und es  sich die ersten Gäste auf unserem Sofa bequem machen und mit uns anstoßen.

Immer wieder dürfen wir neugierige Besucher empfangen, die (wenn auch kopfschüttelnd) Gefallen an unserer Guerilla-Aktion zum ersten Mai finden und sich durch den Kleiderständer wühlen.

Nicht einmal die Polizei stört sich an unserem Treiben

Beflügelt von all der Zustimmung, werden wir gegen Nachmittag dann mutig: Der Grill wird angezündet. Was wäre schon ein echter Männerflohmarkt ohne Würstchen und Steak?
Tatsächlich fährt dann auch ein einziges Mal ein Streifenwagen vorbei, ohne von uns Notiz zu nehmen. Liegt es allein am Geist unserer Stadt, dass sich nicht einmal die Polizei an unserem Treiben stört? Und nicht einmal ein kleiner Grill-Unfall in Form eines brennenden Tisches auch nur irgendjemanden dazu bringt, sich ernsthaft zu erzürnen?

Fortsetzung wird folgen!

Michael und ich sind uns einig. Unser Mut und unsere Dreistigkeit wurden belohnt – unser Konzept des „urbanen Open Air – Wohnzimmers“ soll erst der Anfang gewesen sein. Sicher ist am Abend jedenfalls, dass unsere Premiere als gelungen zu betrachten ist – und dem ersten „Männerflohmarkt“ noch weitere folgen werden sollen. Ein Sofa dafür dürfen wir ja bereits unser Eigen nennen …

Euer MatzeFFM

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Text und Bild: MatzeFFM:  (>> Mittzwanziger, Großstadtkind, Entdecker. Zugezogen. Verliebt in: Frankfurt am Main >> aus dem Grund: Autor bei NULL SECHS NEUN.)

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