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069 EVENTS: Ausblick auf den WELTFRAUENTAG 2016

Am 8. März 2016 feiern wir wieder WELTFRAUENTAG. Das Frauen-Bild unserer Gegenwart rückt dann in den Fokus und die Forderung nach Gleichbehandlung zwischen den Geschlechtern wird laut. Von der Natur wurden Frau und Mann gerecht ausgestattet. Doch bei der Gehälterfrage wird bei gleichem Anspruch ein künstlicher Unterschied errichtet. Warum?

Wenn versucht wird: „Frauen klein-zu-halten“, endet das meistens tragisch

Der 8. März 1908 zum Beispiel erinnert an einen tragischen Vorfall, der sich zutrug als Arbeiterinnen einer Textilfabrik namens >>Cotton<< „aufmüpfig wurden“, wegen miserabler Arbeitsbedingungen aufbegehrten. Die Demonstration – ein Hilfeschrei, doch sollte vertuscht werden. Man(n) sperrte die Demonstrantinnen in das Werksgebäude ein, um Solidarisierungs-Effekte zu verhindern. Plötzlich brach (zufällig?) ein Brand aus. 129 Frauen starben.

Heute NOCH verdienen Frauen weniger Geld als Männer. Vom Weltfrieden sind wir weit entfernt, weil die Welt (Ausnahmen bestätigen die Regel) von Männern regiert wird? Zumindest dürfen Frauen heutzutage gleichberechtigt wählen und sich akademisch in jede Richtung bilden. Arbeitsschutzgesetz, Mutter- und Kinderschutz-Programme existieren. Mit dem Versuch eines Mindestlohns wird herumgedoktort … erfreuliche Entwicklungen zeichnen sich ab. Leider fühlt sich die Vorstellung -selbst in unserer mehr dennje aufgeklärten Gesellschaft- immer noch weit weg an, dass der Begriff: „Quotenfrau“ stirbt, weil die Geschlechterdiskriminierung ausstirbt.

Das Problem unterschätzter Frauen? Sie überschätzen Männer

Frauen müssten mehr auf ihr Benehmen achten, „anständig“ bleiben, verschwiegen sein, „unkompliziert“, bescheiden, fürsorglich, beugsam, abhängig, leise? Widerrede unerwünscht (zu anstrengend!), Heimlichkeiten zu ertragen: erforderlich, um den Mann nicht in Schwierigkeiten zu bringen, weil der zur Lüge fähig ist.

Ein Beispiel:

Antje schrieb Pete lange Liebesbriefe. Ihre Augen leuchteten, wenn sie an ihn dachte. Die Kunst mit Worten zu arbeiten ihm eigentlich vertraut. Antje hielt ihn für einen leidenschaftlichen Mann mit ehrenhaften Absichten, da er das im Berufsleben bewies. Ihre romantischen Worte blieben jedoch unbeantwortet, obgleich er ab und an bei ihr vor der Tür stand und so tat, als ob er die Intimität bejahte. Antje wog sich in seiner Gunst. Doch er konsumierte sie bloß. Als sie misstrauisch wurde, erlaubte sich Antje „geschwätzig“ zu werden, ein NO GO für Männer, die etwas zu verstecken haben, ein Befreiungsschlag für das missbrauchte Frauenherz.

Nichts sollten Männer mehr fürchten als unangepasste Frauen

Das sind Frauen, die wie Bettine von Arnim, von sich selbst begeistert sein können und sich einzig dem Anspruch verpflichten: sich selbst treu zu bleiben. Ihr Anspruch: „Ich weiß, was ich bedarf – ich bedarf, dass ich meine Freiheit behalte.“ Zu Lebzeiten nutzte sie ihre Bildung, ihre Verbindungen, von „ungeduldiger Zähigkeit“ ist die Rede und schließlich ihr rhetorisches Geschick, riskierte Verstörung beim unkonventionellen Gegenüber und trotz so mancher Schmach durch Kränkung blieb sie glücklich mit sich: „zum Umwälzen geboren“ (aus: „99 Autorinnen der Weltliteratur“)

Brave Frauen gehören anderen. Starke Frauen gehören sich selbst

Männer müssen Frauen zu keinem Drink einladen. Doch, wenn sie das tun, gerne, sofern sie mehr Geld verdienen als die Frau. Das ist nur fair und nicht zu vergessen ist: Frauen mögen Geschenke. Doch Vorsicht! Aufmerksamkeiten vertrösten sie nicht. Wird mit ihnen ein „falsches Spiel“ gespielt, wehren sich Frauen heutzutage umso mehr und das ist gut so, – denn die Zeit der „unterdrückten Frau“ muss der Vergangenheit angehören, wenn unsere Gesellschaft der Gegenwart wirklich modern sein will.

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Text: Anja Zörner

  • Frankfurt Reportage

 



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