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FFM TIERSCHUTZ: Taube Liebe Hoffnung – Schock!

In Gedenken an Mariechen Franz Jack Sofi und die Taube ohne Namen

Für Irgendjemanden, bist Du Jemand. Wie stark Du für Deinen Freund empfindest, das merkst Du dann, wenn Du ihn verloren hast. In dem Fall verlor das Stadttaubenprojekt Frankfurt vier Ihrer Schützlinge, als Unbekannte in die Idylle des Gnadenhofs einbrachen und wüteten. Der Hessische Rundfunk titelte: Tierquäler bringt Vögel und Kaninchen um (hier lang zum Video-Beitrag) Andere Medien wie die Frankfurter Rundschau berichtete zum Thema: Drohung gegen Tierschützer. Die FNP fasst zusammen, dass der Gnadenhof zum Ziel von Tierquälern wurde und spricht von einem Einschüchterungsversuch gegenüber der Vorsitzenden des Trägervereins (zum Artikel).

Eine Frau mit einem großen Traum

Ich kenne Gudrun Stürmer als leidenschaftlich bemühten und fürsorglichen Menschen. Sie setzt sich  für Gerechtigkeit ein im Umgang mit dem Vogel, der im Volksmund als Ratte der Lüfte verurteilt wird. Wer ist diese Frau in ihren besten Jahren im wohlverdienten Rentenalter? Statt um den heißen Brei spricht sie Klartext und handelt. Statt Ihren verdienten Lebensabend mit Reisen zu verbringen, investiert die willensstarke und praktisch veranlagte Frankfurterin Kraft und Zeit in die Rettung vernachlässigter Vögel und Kleintiere, die das Glück haben, es in ihre Obhut zu schaffen. – So war das bisher.

Bislang war der Hof ein sicherer Ort

Können wir uns vorstellen, dass Tauben-Küken aufgesammelt werden, um die Tierbabies in einen Müllsack zu bugsieren, um danach mit dem Fuß zu malträtieren? – Gudrun Stürmer wurde mehrfach Zeuge dieser und ähnlicher Gräueltaten gegenüber Tauben.  Sie bekommt mit, wie mit dem Tabu-Tier Taube in unserer Gesellschaft umgegangen wird: unbarmherzig. Solche Beobachtungen haben sie desillusioniert und erklären den Grund, warum sie das Stadttaubenprojekt gründete – wofür sie 2007 mit dem hessischen Tierschutzpreis ausgezeichnet wurde.

Der Gnadenhof für Tauben: Eine Begegnungsstätte für Mensch und Tier

Attentäter brachen nachts in das grüne Fleckchen Idyll ein, indem Sie -wie die Polizei mutmaßt- über die Mauern des ehemaligen Kleinztierzuchtverein Sachsenhausens kletterten. Mit grober Gewalt töteten sie Vögel und plüschige Kaninchen, die sich mit keiner Bewegung wehren konnten. Ihr grausames Vorgehen spricht von Herzenskälte, Unbildung und menschlichem Versagen. Keine Abneigung gegenüber dem weit verbreiteten Feindbild: Taube erklärt es, zahmen und unschuldigen Seelen babarisch ihres Lebens zu berauben.

An die Unbekannten: warum die Hinrichtung?

Sie haben zwei friedvoll hoppelnde Kaninchen zusammengetreten, bis sich ihre Rippen in die kleinen Lungen bohrten und die kleinen Tiere an ihrem eigenen Blut ersticken mussten. Die zahme Dohle Jack -an Menschen gewöhnt- flog Menschen vertrauensselig auf die Schulter wurde der Kopf rausgerissen, genauso wie seiner Freundin, die ihrem Vertrauten vermutlich zur Hilfe kommen wollte.

Solange die Täter schweigen, bleibt die Antwort Spekulation: purer Tierhass

Neben dem Blutbad im Tierheim fand Gudrun Stürmer am gleichen Morgen den Kopf einer Taube im Briefkasten. Das Stadttaubenprojekt Frankfurt wurde damit zur Zielscheibe von mindestens einem Kritiker. Das Attentat sorgt für Kopfschütteln und führt zu strengen Sicherheitsmaßnahmen.

– Schade. Kommunikation schafft Lösungen, die Gewalt verbaut

Wie geht es weiter? …hoffentlich friedlich und diplomatisch. Ich persönlich wünsche mir die friedliche Idylle zurück, die der Gnadenhof für Tauben in Frankfurt am Main verkörpern will. Ich bitte darum: dieses Fleckchen Erde als Ort der Zuflucht für geschundene oder erkrankte Vögel und andere Kleintiere zu beschützen. Wer mithelfen möchte, meldet sich bitte unter 0170-84 84 757 oder per Email an info@stadttaubenprojekt.de.

Und wer nicht praktisch helfen kann, aber finanziell Unterstützung leisten möchte… hier die Bankverbindung des Tierschutzvereins:

IBAN: DE62501900006100906455
BIC: FFVBDEFFXXX
Verwendungszweck: z.B. Spende Sicherheit (um Sicherheitsmaßnahmen weiter auszubauen)

Vielen Dank im Namen des Stadttaubenprojekts Frankfurt.

In Gedanken an die vier Opfer:

Mariechen
Franz
Jack
Sofi
und an die
Taube ohne Namen.



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